2019

 

Wall- und Studienfahrten 2019

 

 

Wir wollen auch im kommenden Jahr unsere länderübergreifenden Wallfahrten weiterführen und dieses Mal im Dreiländereck Böhmen-Schlesien-Sachsen ins Kloster Marienthal an der Neiße einladen. Im dortigen Kloster der Zisterzienserinnen gibt es ein Europäisches Begegnungszentrum, wo wir wohnen werden. Von dort aus besuchen wir bedeutende historische Stätten und feiern an Wallfahrtsorten Eucharistie.
Wir werden nach Görlitz und Zittau fahren sowie nach Herrnhut, eine Gründung vertriebener evangelischer Christen aus dem mährischen Kuhländchen, die in Sachsen im Jahre 1722 eine neue Heimat fanden. Bis heute heißt deshalb die Herrnhuter Brüdergemeine im englischen Sprachraum Moravian Church. Ihr Gründer in Herrnhut war Christian David, dessen Lied Sonne der Gerechtigkeit heute Gemeingut vieler Christen wurde. In Böhmen besuchen wir Reichenberg, Friedland und den Wallfahrtsort Haindorf mit der Statue der Maria formosa. Im heutigen polnischen Schlesien sind unsere Ziele Liegnitz, wo 1241 die Mongolen gestoppt wurden, Bunzlau, Jauer und Hirschberg.
Wir bieten die Fahrt als Wallfahrt zweimal an, denn die vergangenen Jahre haben das Interesse für unsere Pilgerreisen bestätigt.

Die siebentägige Fahrt mit dem deutschen Büro von Kirche in Not wird vom 3. bis 9. Mai stattfinden (und nicht wie zuerst geplant am 30. Juni bis 6. Juli), eine sechstägige Fahrt mit Pfarrer Dr. H. Gehrmann werden wir vom 29 Juli bis 3. August durchführen. Interessenten schicken wir die detaillierten Programme zu. Wie in den vergangenen Jahren hat Professor Grulich die Programme ausgearbeitet.
Wir bereiten im Juni auch eine Studienfahrt nach Friaul ab München mit dem Sudetendeutschen Institut als Leserreise der Sudetendeutschen Zeitung vor.
Seit 1915 tobte der Erste Weltkrieg nach der Kriegserklärung Italiens auf Seiten der Gegner Österreichs von Südtirol bis zur Isonzofront. Es gab heftige und blutige Kämpfe, darunter die zwölf Isonzoschlachten. Das heutige Grenzgebiet Österreich-Italien-Slowenien war bis 1914 ein Klein­europa gewesen, das die EU vorwegnahm. Erst heute, 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, sind in der Europäischen Union die Grenzen gefallen und können wir diese Studienfahrt als Dreiländerfahrt durchführen. Wir werden dort zwei Jahrtausende europäischer Geschichte erleben, von den Römern über die Langobarden, Venezianer, Byzantiner und Slawen bis zu den Österreichern. Wir werden auf Spuren der Patriarchen von Aquileja, der Habsburger und Bourbonen wandeln, Dome und Burgen, Monumente und Soldatenfriedhöfe sehen und in Wallfahrtskirchen in Italien und Slowenien erfahren, dass diese Heiligtümer bis 1914 österreichische Wallfahrtsorte waren. Die Fahrt ist vom 15. bis 21. Juni geplant.

Unter den Patriarchen von Aquileia waren auch Erzbischöfe aus den böhmischen Ländern wie Friedrich von Böhmen, Nikolaus von Luxemburg und Johannes von Mähren.





Sudetendeutsche Gedenktage 2019


Auf Bitten einiger Leser weisen wir auf Gedenktage des Jahres 2019 hin und werden im kommenden Jahr auf manche Jubiläen ausführlich eingehen.

 

 

 




Tage der offenen Tür  zweites Quartal


Das Thema Versöhnung und Versöhnlichkeit hat uns zwölf Jahre beschäftigt, weshalb wir es bei unseren diesjährigen Wallfahrten in Sachsen, Schlesien und Böhmen weiterverfolgen werden: Nicht nur im politischen und völkerverbindenden Sinn, sondern auch ökumenisch im Kontakt mit anderen Religionen bei unseren Fahrten.
Im zweiten Quartal dieses Jahres werden wir uns bei zwei Tagen der offenen Tür mit der Frage des Dialoges und der echten Aussöhnung beschäftigen.


Am 27. April wird Professor Grulich aufzeigen, wie die deutschen Vertriebenen seit der Gründung der Ackermann-Gemeinde 1946 die Versöhnung ernst meinten, allen voran P. Paulus Sladek.


Am 18. Mai haben wir Frau Schiebe vom Jüdischen Museum in Nidda eingeladen, uns am Beispiel des mährischen Juden und katholischen Priester Johannes Österreicher aus Liebau darzulegen, was dieser meinte, wenn er sagte: „Ich bin Jude und Katholik“. Johannes Österreicher hat im Auftrag von Kardinal Bea und Papst Johannes XXIII. den Entwurf des Konzilsdekretes über die Juden erstellt, das für Christen jedem Antisemitismus eine totale Absage erteilte und aufruft, Juden und Christen als Geschwister zu sehen.


Angelika Steinhauer wird anschließend das Buch von Eva Mozes Kor: Die Macht des Vergebens vorstellen, die mit ihrer Zwillingsschwester Auschwitz überlebte und später ihrem Peiniger verzeihen konnte.

Wir treffen uns wie immer um 14.00 Uhr im Haus Königstein,
Geiß-Nidda, Zum Sportfeld 14.



2018


9. November


Reichskristallnacht 9. November 1938


 Am 9. November läuten in Nidda, Geiß-Nidda und in
Bad Salzhausen, am 80. Jahrestag der Reichspogromnacht um

18.00 Uhr die Kirchenglocken beider Konfessionen zur Erinnerung an die Ausschreitungen 1938.

Rudolf Grulich zeigt, dass diese Pogrome gegen Juden in allen späteren deutschen Vertreibungsgebieten stattfanden.

 

 

Reichpogromnacht.pdf [ 111.5 KB ]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Institut für Kirchengeschichte Böhmen-Mähren-Schlesien e.V.
Haus Königstein
Alte Burgstraße 4
61169 Friedberg/H. (Ockstadt)
Tel. zur Zeit: +49(0)6031-4780

 

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