Aktuelles



Ostergruß 2021


Liebe Leser der „Mitteilungen Haus Königstein“!

 


Palmsonntag 2021

 

Christus ist wahrhaft auferstanden, er hat den Tod überwunden!


Unser Glaube an die wirkliche Auferstehung Jesu Christi von den Toten ist abhängig vom Vertrauen in diejenigen, welche uns die Auferstehungszeugnisse überliefert haben. Damit Leben von Kindern gelingen kann, müssen Sie ihren Eltern vertrauen. Damit Glaubensleben gelingt, müssen wir den ersten Glaubenszeugen vertrauen. Daher ist es wichtig, diesen Glauben zu stärken, indem wir uns die Gründe für die Glaubwürdigkeit der Überlieferung vor Augen stellen.


Verschiedene Glaubenskritiker haben aus dem Umstand, dass in den verschiedenen Auferstehungsberichten nicht alle Details übereinstimmen, eine Unglaubwürdigkeit derjenigen, die über die Auferstehungsereignisse berichten, ableiten wollen. Markus spricht z. B. von einem jungen Mann, der im leeren Grab sitzt, Johannes spricht dagegen von zwei Engeln. Aber gerade das ist ein Zeichen für die Echtheit der Berichte. Wenn es beispielsweise mehrere Berichte über die Vertreibung der Deutschen aus Aussig an der Elbe gibt, sehen diese Berichte bei jedem der Zeitzeugen anders aus. Eine völlig Übereinstimmung in den Details würde eher stutzig machen und Anlass zur berechtigten Vermutung geben, dass die Berichte nicht ein tatsächlich erlebtes Geschehen wiedergeben, sondern dass man voneinander abgeschrieben hat, um bei den Zuhörern einen bestimmten Eindruck hervorzurufen.


Glaubwürdig sind die Auferstehungsberichte auch deshalb, weil die Personen, die Leere des Grabes nicht unbedingt auf die Auferstehung zurückführen. „Man hat den Leib des Herrn weggenommen und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat!“ Zunächst herrschte bei den Zeugen des leeren Grabes Unverständnis. Das Eingeständnis dieses Umstandes werte ich ebenfalls als Zeichen für die Glaubwürdigkeit der Berichte und ihrer Verfasser.


Wir leben in sehr unsicheren Zeiten. Wir werden hingehalten mit Versprechungen, deren Einlösung mehr als ungewiss erscheint. Dass die Feier des Osterfestes beinahe verhinderte worden wäre, konnte gerade noch so abgewendet werden. Wir wissen nicht, was in Zukunft noch alles auf uns warten wird. Daher halte ich es für wichtig, den Glauben an die wirkliche Auferstehung unseres Herrn immer wieder zu stärken. In einem Osterlied heißt es:


Ihm kann kein Siegel, Grab noch Stein, kein Felsen widerstehen. Schließt ihn der Unglaub‘ selber ein, er wird in siegreich sehn, er wird ihn siegreich sehn. Hallelujah! Hallelujah!


Nähren wir den Glauben daran, dass Gott, der sich aus dem Grab zum Leben befreit hat, auch uns immer wieder die Gnade gibt, uns aus unseren Ängsten und Nöten zu befreien, uns aus unserem Grab der Hoffnungslosigkeit zu erheben. Vertrauen wir der Liebe und dem Rettungswillen Gottes im Licht des Auferstehungsglaubens.


In diesem Licht wünsche ich Ihnen allen mit der Botschaft des Oster-Engels aus dem Hohenfurther Altar, dass Jesus auferstanden ist, aus ganzem Herzen ein gnadenreiches Osterfest 2021.


Ihr


Pfr. Dr. Helmut Gehrmann


 

 

 

 

Im Namen des ganzen Teams im Haus Königstein danke ich  Ihnen für Ihre Hilfe und wünsche Ihnen für die Osterzeit Gottes Segen


Ihr

       Rudolf Grulich



Alleluja!

Des Todes starker Überwinder entsteigt der dunklen Grabesnacht.


(Bild zum Lesen anklicken)





Eine wiederentdeckte Heilige:

Corona, Patronin gegen Seuchen


Bild: c_heiligenkalender.eu


Das Bild war bewegend: Papst Franziskus allein zu Fuß im nächtlichen Rom auf dem Weg zu einer Kirche, um zur heiligen Corona zu beten, eine der zahlreichen Patrone gegen Pest und andere Seuchen. Eine vergessene Heilige wird nun wiederentdeckt, Kirchen und Kapellen der hl. Corona werden wieder besucht und man ist überrascht, wie viele Gotteshäuser es zu ihren Ehren gibt, allein
acht in Deutschland.


In Bayern nenne ich nur die Corona-Kirchen in Passau und in Handlab im Landkreis Deggendorf sowie in Stauding, einem Ortsteil von Massing. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete bereits von „einer Wiederauferstehung der hl. Corona“.

Drei Kirchen zu ihrer Ehre gibt es in Österreich, eine davon im Wienerwald. Kaiser Otto III., in Freundschaft mit dem zweiten Bischof von Prag, dem hl. Adalbert verbunden, ließ Reliquien der
hl. Corona nach Aachen bringen. Dort ist die hl. Corona Patronin des Aachener Marienstifts, der Krönungskirche der deutschen Könige. Kaiser Karl. IV. schenkte dem Veitsdom in Prag 1355 weitere Reliquien, sodass die Corona-Verehrung auch in Böhmen nachweisbar ist. In Wien gibt es noch heute im 15. Bezirk die Apotheke zur heiligen Corona. Diese Heilige, die nicht nur bei Seuchen, sondern auch in Geldangelegenheiten angerufen wird, gab der Währung Österreichs bis 1924 den Namen „Krone“.


In der Wallfahrtskirche St. Corona am Wechsel im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich hat sich ein Wallfahrtslied erhalten „Corona, hoch erhoben aus diesem Erdental“, das auf die Melodie des bekannten Kirchenliedes gesungen wird „Gelobt sei Jesus Christus, in alle Ewigkeit“.

Die Diözese Augsburg hat eine Novene mit Gebeten an die
hl. Corona herausgegeben, darunter auch ein Gebet passend für die

jetzige Corona-Krise.


Wer war diese Heilige? Im Römische Martyrologium lesen wir am
14. Mai: „In Syrien das Gedächtnis die heiligen Martyrer Victor und Corona unter Kaiser Antonius“. Weil Corona den unter den Qualen der Folterung leidenden Victor wegen seiner Standhaftigkeit beim Martyrium als einen Seligen pries und zwei Kronen vom Himmel fallen sah, eine für Victor und die andere für sich und weil sie dies den anderen mitteilte, wurde Victor enthauptet und sie brutal getötet. Man band ihren Körper an zwei niedergebeugte Palmen, sodass Corona beim Emporschnellen der Palmen zerrissen wurde.


Kaiser Antonius Pius herrschte von 161 – 180. Andere Quellen verlegten das Martyrium nach Antiochien und Damaskus und teilweise in die Zeit des Kaisers Diokletian. Als Orte des Martyriums werden auch Ägypten, Sizilien und Marseille genannt. Victor soll ihr Ehemann gewesen sein, ein römischer Soldat aus Siena. Für die Gläubigen in Ost und West – die Ostkirche feiert Corona (bzw. griechisch Stephana) am
11. November – war für die Christen der frühen Kirche Coronas Eintreten für den christlichen Glauben das Entscheidende, unter Aufopferung des eigenen Lebens. Sicher hat das dazu beigetragen, diese Heilige als Pestheilige zu verehren, denn viele Ärzte und Pfleger riskierten oft bei der Pflege der Kranken ihr eigenes Leben.


Coronas Namenstag ist am 14. Mai. Bitten wir Gott, dass bis dahin auf die Fürsprache der hl. Corona die gleichnamige Seuche sich abschwächt oder gar ein Ende nimmt!


Rudolf Grulich



 




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