Tage der offenen Tür


2018


27. Januar 2018

1618 – War der Dreißigjährige Krieg wirklich ein Glaubenskrieg?


Die 8-er Reihe sudetendeutscher Gedenktage ist bekannt und die Jahre 1918, 1938, 1948 und 1968 wurden oft behandelt. Wir wollen 2018 noch einen weiteren hinzufügen: Es ist 400 Jahre her, dass 1618 in Böhmen der Dreißigjährige Krieg begann, und es ist wert, diesen für Deutschland so katastrophalen Krieg wieder ins Gedächtnis zu rufen und dabei einige Fragen zu beantworten: Dauerte der Krieg wirklich 30 Jahre? War der Dreißigjährige Krieg ein Religionskrieg, wie immer behauptet wird?

Als der Böhmisch-pfälzische Krieg mit der Schlacht am Weißen Berg bei Prag 1620 entschieden wurde, dauerte es zwar noch bis 1623, ehe in Prag ein Frieden geschlossen wurde. Dessen Ergebnisse sind noch heute aktuell: Damals kam die Oberpfalz an Bayern; heute ist sie ein bayerischer Regierungsbezirk, dessen Hauptstadt Regensburg die Patenstadt der Sudetendeutschen ist. Der Friede von Prag wurde aber 1625 gebrochen, als der dänische König Christian IV. eingriff und der „Dänische Krieg“ erst durch die Siege, die die Feldherrn des Kaisers, Tilly und Wallenstein, errangen, ein Ende fand. Dieser Dänische Krieg wurde 1629 im Frieden zu Lübeck beendet, doch bereits im Jahre darauf begann der Schweden-König Gustav Adolf den Schwedischen Krieg, der neue Höhepunkte von Zerstörung und Grausamkeit für Deutschland brachte. Gustav Adolf gilt noch heute bei deutschen Protestanten als Retter, doch wüteten seine Soldaten ebenso marodierend brutal wie die kaiserlichen Truppen. Nach Gustav Adolf sind sogar evangelische Kirchen benannt, aber was wäre es für ein Aufschrei, gäbe es katholische Tilly-oder Wallensteinkirchen! Bis heute gibt es das Gustav-Adolf-Werk für die evangelische Diaspora!

Dieser Krieg Gustav Adolfs, der 1632 bei Lützen fiel, wurde im Frieden von Prag 1635 beendet, doch das katholische Frankreich verbündete sich nun mit dem protestantischen Schweden gegen den Kaiser in Wien bzw. gegen Österreich und Spanien und der neue Krieg war der längste Abschnitt des sogenannten Dreißigjährigen Krieges, denn erst 1648 wurde der Westfälische Friede in Münster und Osnabrück geschlossen. Nicht nur das Eingreifen Frankreichs erlaubt die Frage nach dem „Religionskrieg“. In Frankreich, der „ältesten Tochter der Katholischen Kirche“ hatte sogar ein Kardinal das Sagen!

2017


11. November 2017


"Der Anteil der Juden an der deutschen Kultur unserer Heimat."


Wir wissen viel über Kafka und den Prager Kreis, aber der Anteil der Juden an der deutschen Kultur in Mähren und Schlesien ist ebenso bedeutend. Hildegard Schiebe, 1. Vorsitzende des Jüdischen Museums in Nidda, informierte in einem exzellenten Vortrag die Anwesenden über dieses Thema, auch über den Mährer Johannes Österreicher und seine Arbeit für den Jüdisch-christlichen Dialog. Ergänzt wurden ihre Ausführungen von unserem Professor Rudolf Grulich, der als 2. Vorsitzender im Jüdischen Museum in Nidda mitarbeitet.


7. Oktober 2017:

 

„Die Prinzessin von Nidda“


Angelika Steinhauer und Prof. Rudolf Grulich stellten als Beitrag zur 1200-Jahrfgeier von Nidda die wenig bekannte Prinzessin Charlotte von Nidda vorstellen. Prinz Georg, der  Bruder des Großherzogs von Hessen-Darmstadt, hatte 1804 in morganatischer Ehe eine Ungarin geheiratet, die zunächst vom Großherzog, ihrem Schwager, zur Baronin zu Menden, dann zur Gräfin von Nidda und 1821 zur Prinzessin von Nidda erhoben wurde. Die Ehe wurde aber später geschieden und da Prinz Georg katholisch geworden war, bemühte sich Prinzessin Charlotte in Rom um die Annullierung der Ehe. Auch ihre Tochter trug den Titel einer Prinzessin von Nidda. Charlotte starb in Rom und ist dort auf dem deutschen Friedhof Campo Santo beim Petersdom begraben. Der Vortrag wurde von  Bildern und Aussagen von Originaldokumenten aus dem Staatsarchiv von Darmstadt begleitet.


 

1. Juli 2017:

„Ist ein Dialog mit dem Islam möglich?“

Besuch der Ahmadiya-Gemeinde in Nidda

Am  22. April 2017 :

Die evangelischen Kirchen im Sudetenland

Professor Grulich sprach zum Reformationsjubiläum.



Bitte lesen Sie den Bericht auf unserer Seite: Echo über unsere Arbeit. 



 2016 hatten wir im ersten Quartal drei Tage der offenen Tür

 

30. Januar 2016:

Tschechischer nationaler Mythos und Religion.

Pfarrer Gehrmann stellt uns sein neues Buch vor. Siehe Mitteilungen 4-2015 (Seite 30 und das Interview auf Seite 27).

 

 20. Februar 2016: Heimatpfarrer in der Vertreibung.

Vielen Vertriebenen sind sie noch bekannt: Ihre Heimatpriester im Sudetenland. Oft verblieben sie in der alten Heimat, bis der letzte Transport ausgewiesen wurde, später waren sie diejenigen, die ihre Pfarrkinder in der neuen Heimat wieder zusammenriefen und erste Heimatblätter herausgaben. Mit welchen Schwierigkeiten hatten sie nach der Vertreibung zu kämpfen? Julia Nagel wird uns zeigen, wie Prälat Adolf Kindermann und Königstein halfen.

 

5. März 2016:  Der Josephinismus.

Sind wir böhmisch-katholisch? Auf mehrfachem Wunsch leitet Professor Grulich in dieses Thema ein.  

 

Berichte darüber finden Sie auf Echo über unsere Arbeit. 

 

 

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